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SCHORSCH

Integrative offene Kinder-, Jugend- u. Familienarbeit St. Georg
Eine Einrichtung der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde
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Christliches Grundverständnis

Selbstverständlicher Auftrag der Kirche

Dieses Grundverständnis vom selbstverständlichem Auftrag der ev. Kirche wurde im Randständigenarbeitskreis (RAK) der evangelischen Jugend  in den 70er Jahren erarbeitet und im Folgearbeitskreis, dem Kirchlichen-JugendArbeitKreis (K-JAK) neu formuliert und weiterentwickelt.

Diakonisches Handeln heißt für uns, dass wir es für einen der ureigensten Aufträge von Kirche halten, sich für die einzusetzen, die für sich selbst nicht eintreten können. Kirche erfüllt keinen Selbstzweck und ist nicht abgekoppelt von der Welt (Gemeinde, Stadtteil) die sie umgibt, sondern muss auch immer in sie hineinwirken. Dieses Wirken betrifft alle Menschen, die im Umfeld leben und unterstützungsbedürftig sind, unabhängig von deren religiöser Zugehörigkeit und ihrem sozialen Status.

Kirche für alle heißt für uns, ein positives Bild der Institution Kirche zu vermitteln. Viele, gerade muslimische Kinder und Jugendliche, haben ein eher distanziertes, von Vorbehalten geprägtes Verhältnis zur christlichen Kirche und ihren Mitgliedern. Unser Auftrag ist es, ihnen eine Kirche zu zeigen, die sich ihnen, egal welchen Glaubens oder welcher Nationalität sie sind, öffnet und für sie da ist und das Christen liebenswerte und engagierte Menschen sein können, die bei ihrer Nächstenliebe und Fürsorge nicht in engen religiösen Kategorien denken und handeln. Weiterhin ist es unsere Aufgabe, aktiv die Bildung solidarischer Gemeinschaften von unterschiedlichsten Menschen zu fördern.

Verständigung zwischen Religionen und Kulturen heißt für uns, in Gesprächen mit BesucherInnen, die einen anderen religiösen Hintergrund haben, nicht Unterschiede, sondern Gemeinsamkeiten herauszustellen, nicht zu dogmatisieren, sondern aufzuklären. Wir leben und praktizieren Toleranz und Respekt gegenüber anderen Religionen und fordern dies auch ein, mit dem Ziel des Friedens der Religionen und Kulturen.

Unser christliches Selbstverständnis im Umgang mit den Kindern und Jugendlichen 

Christliche Nächstenliebe heißt für uns, dass Sympathie für jeden Menschen der zu uns kommt und die Annahme, dass er grundsätzlich gut ist, eine der Grundlagen unseres Handelns darstellt.

Empathie und Konfrontation heißt für uns, Parteilichkeit ohne parteiisch zu sein, d.h., dass wir immer versuchen, Partei für unsere Kinder und Jugendlichen zu ergreifen und uns für sie einsetzen, ohne uns zwangsläufig mit ihrer Sache zu solidarisieren und uns mit ihnen gleichzusetzen. Das bedeutet, dass wir Lebenssituationen und daraus resultierende Handlungen nachvollziehen können, aber dennoch nicht alle Verhaltens- und Handlungsweisen gutheißen. Wir sind mittendrin und doch bleiben wir ein Gegenüber.

Offenheit und Vertrauen heißt für uns, jedem, der zu uns kommt, ohne Ansehen der Person offen zu begegnen, seine Anliegen ernst zu nehmen und vertraulich zu behandeln.

Christliche Werte vermitteln, heißt für uns Werte wie Respekt, Vergebung, Dienst am Nächsten etc., die wir als klassisch christlich (aner-)kennen, für universell zu erklären und sie allgemeingültig an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben. Dies jedoch ohne jedwedes Ansinnen, Kinder und Jugendliche für den christlichen Glauben oder die Kirche gewinnen zu wollen.

Selbstverständnis der Mitarbeiter

Authentizität
Glaubwürdigkeit heißt für uns, in unserem Handeln und Denken transparent und authentisch zu sein, Probleme nicht zu vertuschen und auch persönliche Grenzen zu benennen. Wir versuchen, uns als Menschen darzustellen, die Schwächen und Bedürfnisse haben, die Fehler begehen, diese aber auch reflektieren und bearbeiten.

Mensch sein
(Lebens-) Geschichten haben, heißt für uns, offen und transparent mit der eigenen Biographie, den Kindern und Jugendlichen gegenüber, umzugehen.
D.h. eine Lebensgeschichte zu haben, bedeutet auch immer, einen Erfahrungsschatz von Siegen und Niederlagen und deren Verarbeitung zu haben und mit den BesucherInnen zu teilen, entweder als empathisches Nachempfinden, oder als Beispiel für die gelungene Bewältigung von Lebensfragen.

Missionarische Präsenz
Kirchlicher Mitarbeiter sein, heißt für uns, sich anzubieten im christlichen Grundverständnis.
Dies nicht als Abgrenzung oder „Selbsterhöhung“, sondern als Tatsache und Selbstverständlichkeit. Dieses Bekenntnis ist Bestandteil kirchlicher Tradition und zeigt, dass wir nicht abgekoppelt sind von „der Kirche nebenan“, sondern dazugehören. So wird, in dieser inhaltlichen Verknüpfung, die Arbeit der Kirche und die Zugehörigkeit der Einrichtung zu dieser verdeutlicht. Weiterhin bietet der offene Umgang mit der kirchlichen Zugehörigkeit Anlass zu vielen aufklärenden und verbindenden Gesprächen.

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