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SCHORSCH

Integrative offene Kinder-, Jugend- u. Familienarbeit St. Georg
Eine Einrichtung der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Georg-Borgfelde
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Der Stadtteil

St. Georg

Der Stadtteil St. Georg ist ein bunter und mulitkultureller Stadtteil, wie die Bewohner, die Besucher und Nutzer des SCHORSCH und die vorhandene Infrastruktur zeigen.

Der Stadtteil liegt „im Herzen“ von Hamburg und ist bei einer Flächengröße von 1,8 km² ein dicht bebauter und besiedelter Stadtteil. Von allen Seiten wird St. Georg von den mehrspurigen Straßen, An der Alster (N), Sechslingspforte (O), Kurt-Schumacher-Allee (S) und Glockengießerwall / Steintorwall (W), Eisenbahntrassen und der Alster, deutlich abgegrenzt. Eine weitere Begrenzung ist der Hauptbahnhof, der täglich von Massen an Menschen frequentiert wird.

Die Problemvielfalt des Stadtteils, wie die offene Drogenszene mit ihren Begleiterscheinungen wie Prostitution, Beschaffungskriminalität, Spritzen auf Gehwegen, im Park und auf Spielplätzen, verwirrte bzw. „highe“ und konsumierende Junkies (meist in unabgesperrten Hauseingängen), das Dealen auf offener Straße, Rauschausschlafen etc., ist meist nur an bestimmten Stellen und Orten klar ersichtlich. Jedoch ist diese Zurückdrängung erst durch ein erhebliches Polizeiaufgebot entstanden (in St. Georg herrscht das größte Polizeiaufgebot in ganz Deutschland) und ist sicherlich kein Indiz für eine Lösung der Probleme. Auch die vielen sozialen Einrichtungen zeugen von einer hohen Problemvielfalt im Stadtteil.

Es gibt auch „die andere Seite“ von St. Georg, wo sanierte und neu geschaffene Wohnungen besser situierte junge Familien und „Szenevolk“ von überall her anziehen und auf die sich Geschäfte, wie Designer-, Trödel- und Szeneläden und Cafes, Bars und Restaurants eingestellt haben, wie sehr deutlich in der Langen Reihe zu erkennen ist. Dieser florierende Teil des St. Georgs sollte aber nicht über die Missstände und Not hinwegtäuschen, die noch immer im Stadtteil vorhanden und abseits der Langen Reihe auch deutlich erkennbar ist.

In den 70er – 90er Jahren zogen verstärkt Familien aus sozial schwächeren Verhältnissen deutscher und ausländischer Nationalität nach St. Georg, so dass eine Vielfaltt an Kulturen, aber auch Probleme und ein starkes Gefälle von sozial Benachteiligten und „Bessergestellten“ im Stadtteil besteht.

Polizeistreifen gehören zum alltäglichen Bild, wodurch zwar der Schein von Sicherheit nach Außen getragen wird, was jedoch auch darauf hinweist, dass noch immer eine hohe Kriminalitätsrate besteht und das St. Georg auch noch immer als ein Problemviertel gehandelt wird.

Kerngebiet St. Georg

Als Kerngebiet bzw. als der Mittelpunkt St. Georgs gilt die Lange Reihe mit ihren vielen Cafe`s, Restaurants, Bars, Einkaufsläden und vielen kleinen, individuellen Geschäften.

Die Lange Reihe gilt als Treffpunkt für Jung und Alt, Geschäftsleute und Kneipengänger, sowie als angesehener Treffpunkt für die Schwulenszene. Hier entsteht der Eindruck eines florierenden, lebendigen und wohlhabenden Stadtteils. Begibt man sich jedoch in die vielen Seitenstraßen und abgelegenen Orte, entdeckt man - trotz der Aufräumpolitik der Hamburger Regierung - noch immer die offene Drogenszene, Prostituierte, die vor billigen Kneipen und Hotels auf Freier warten, und Gruppen von Alkoholikern, die sich meist auf dem Hansaplatz und auf dem Vorplatz des Hauptbahnhofs treffen.

Bebauung

St. Georg ist dicht bebaut, meist mit mehrstöckigen Mietshäusern, Bürogebäuden und in der Langen Reihe mit ein – bis mehrstöckigen Ladenzeilen. Einzelhäuser oder freistehende Gebäude mit Freiflächen oder Gärten sind hier so gut wie nicht zu finden.

Es gibt zwei asphaltierte Plätze, den Hansaplatz mit einem Denkmal in der Mitte und den Carl-von-Ossietzky-Platz, auf dem zweimal wöchentlich ein Markt statt findet.

Begrünung

In den Straßen und Höfen von St. Georg findet man nur sehr wenige Grünflächen und Bäume.
Es gibt den Lohmühlenpark in dem sich auch ein Spielhaus befindet. Der mit Spielgeräten, einem Beachvolleyballfeld, einem Grillplatz, viel Grünfläche, einem großen Fuß- und Baskettballfeld ausgestattete Park zieht viele Menschen aus St. Georg und anderen Stadtteilen an.

Bevölkerungsstruktur

Nach dem Bericht des statistischen Bundesamts von 2003 lag die Bevölkerungszahl in St. Georg bei von 9.940 Personen. Davon sind 9,3% also 922 Personen unter 18 Jahren. Die Anzahl der 65-Jährigen und Älteren liegt bei 1.274 Personen, was 12,8% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Den größten Teil der Bevölkerung machen mit 7.744 Personen die 18 – 64 jährigen aus.
Hingegen der gängigen Meinung, dass in St. Georg fast nur Ausländer leben, machen diese bei einer Zahl von 3.716 Personen „nur“ einen Prozentsatz von 37,4 aus.

Versorgung / Anbindung

In St. Georg gibt es eine Vielfalt von unterschiedlichen Einkaufs- und Gastronomieangeboten. Von kleinen türkischen Läden bis zu bekannten Supermarktketten und von kleinen gemütlichen Kneipen und Restaurants bis hin zu bekannten Szenetreffs. Zudem gibt es verschiedene Boutiquen und „Trödelläden“. Zweimal wöchentlich findet ein Bio- bzw. Wochenmarkt statt.

Geht man 10 Minuten zu Fuß durch den Hauptbahnhof zur Mönckebergstraße, befindet man sich direkt in der Innenstadt mit ihren vielen Einkaufsmöglichkeiten. Vom Hauptbahnhof kommt man mit der U- oder S-Bahn in alle Stadtteile Hamburgs und mit der Fernbahn an weiter entfernt gelegene Ziele. Zusätzlich verkehren mehrere Buslinien im Stadtteil.

Im Stadtteil befinden sich 7 Kindergärten und Horte, drei Grundschulen und 7 weiterführende Schulen.

Die Freizeitmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche sind in St. Georg, wie in vergleichbaren anderen Großstädten auch, knapp bemessen. Mangels Alternativen dient somit oftmals  die Straße, mit oft negativen Einflussmöglichkeiten, als Aufenthaltsort in der Freizeit.

Umso wichtiger ist der Erhalt und die Pflege kind- und jugendgerechter Räume und Erlebnisfelder. Dazu gehören die drei Spielplätze, mit ihren Spielhäusern, und das große Kinder- und Jugendhaus, der integrativen offenen Kinder- u. Jugendarbeit St. Georg – SCHORSCH. Hier können Kinder und Jugendliche umsonst und betreut, alterspezifische und sinnvolle Freizeitangebote wahrnehmen, ohne den negativen Einflüßen der Straße ausgesetzt sein zu müssen.

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