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Berührungsprobleme zwischen Sozialarbeit und Polizei
Aufgrund der unterschiedlichen Aufgaben- und Berufsfelder zeichnet sich in der Vergangenheit das Verhältnis von Jugendsozialarbeit und Polizei (strafermittelnde bzw. strafverfolgende Institutionen) durch ganz normale "Berührungsprobleme" aus. Die Berührungsängste und Vorbehalte ergeben sich vor allem dort, wo die unterschiedlichen Aufgaben- und Berufsfelder durch ihren "gemeinsamen Arbeitsgegenstand" (Zielgruppe) Schnittflächen bilden. An diesen Schnittflächen stoßen objektiv unterschiedliche Auffassungen, Wertvorstellungen und Normen und z.T. konträre Methoden und Formen der Arbeitsweise aufeinander. Das Verhältnis zwischen Jugendarbeitern und Polizisten ist eher kritisch, abgrenzend und kontrovers.
Chancen und Grenzen eines gemeinsamen Dialoges
Nach unserer Meinung ist es heutzutage aber auch möglich und sinnvoll, im Rahmen einer verantwortlichen, sozialpädagogischen Arbeit, mit der Polizei in einen Dialog zu treten, um unsere präventiven sozialpädagogischen Handlungsmöglichkeiten erweitern zu können. Voraussetzung ist die Anerkennung unterschiedlicher Berufsfelder und die selbstverständliche Tatsache, dass Sozialarbeiter keine Strafverfolgung betreiben. Die Grenze ist dort zu ziehen, wo die Mittel der einen, gegen ihren Zweck, zum Zweck der anderen ge(miß)braucht werden. (z.B. Aufbau von Vertrauensverhältnis zum Zweck von Formen der verdeckten Ermittlungstätigkeit, etc.).
So erscheint es sinnvoll, vermeidbare Konflikte zwischen Polizei und Jugendlichen, aber auch zwischen Polizei und Sozialarbeitern durch Informationen und Gespräche zu verhindern. Weitere gemeinsame Ziele können die Verhinderung von Fremdenfeindlichkeit und Gewaltverherrlichung, Gewalt und Kriminalität sein.
In St. Georg
Mit dem ausdrücklichen Ziel zum Wohle und im Interesse unserer Besucher, wurde in den letzten Jahren in St. Georg, zu einigen Arbeitsbereichen bzw. Personen der Polizei, vorsichtig und kontinuierlich eine auf Vertrauen basierende Zusammenarbeit aufgebaut.
Dies betrifft den Jugendschutz / die Jugendbeauftragten der Polizei im Bezirk-Mitte (Derk Langkamp, Jörg Dittmer) und dem bürgernahen Beamten des Stadtteils Michael Mock.
Hauptziele dieser Zusammenarbeit sind, im Vorfeld problematischen Verhaltens bei Kindern und Jugendlichen (aggressives Verhalten, Körperverletzung, Diebstahl), frühzeitig präventiv, über Aufklärung und Informationen, positiv auf ihre Entwicklung einzuwirken, gegenseitige Vorurteile abzubauen und die Rahmenbedingungen der Jugendarbeit in St. Georg, zu fördern und zu verbessern.
Diese Zusammenarbeit hat sich auch in bedrohlichen Konfliktsituationen (Schlägereien zwischen Jugendgruppen, auffällige Jugendgruppen im Stadtteil) positiv für unsere Jugendlichen bewährt.
Besonders Michael Mock, bürgernaher Beamter in St. Georg, hat durch seine freundliche, vertrauensvolle und engagierte Art im Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Mitarbeitern aus St. Georg, einen intensiven Kontakt aufgebaut.
Auch in den Kindertageseinrichtungen und Schulen ist er gut bekannt und wird dort geschätzt.
In seiner privaten Zeit setzt er sich ehrenamtlich für die Kinder und Jugendlichen im Stadtteil ein. Er leitet zwei Inliner- Hallenangebote für Kinder und Jugendliche, unterstützt unser Drogenpräventionsprojekt und nahm mehrmals an unserer Kinder- und Jugend-Stadtteilfreizeit auf Sylt teil.